Verkaufen bei Amazon Anmelden
Dieser Artikel bezieht sich auf den Verkauf in: Vereinigte Staaten von Amerika

Erwägungen zu den steuerrechtlichen Vorschriften und gesetzlichen Anforderungen in Mexiko

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über Zolltarife und Zollsätze, Anforderungen an nicht in Mexiko ansässige Importeure, verbotene Produkte und andere Vorschriften, die für den Verkauf in Mexiko gelten.

Anmerkung: Diese Seite dient nicht der Zoll- oder Rechtsberatung. Wir empfehlen Ihnen, sich vor dem Verkauf in Mexiko an einen Zollagenten oder Rechtsberater zu wenden.

Mexikanische Steuern und Vorschriften

Die Steuern und Vorschriften in Mexiko unterscheiden sich je nach eingetragenem Importeur für die an mexikanische Kunden verkauften Produkte:


  1. Produkte mit Versand durch Verkäufer: Wenn Sie Ihre Produkte von außerhalb Mexikos an Kunden versenden, werden Sie als eingetragener Importeur aufgeführt. Das bedeutet, dass Sie Zölle, Steuern und Zollabfertigungsgebühren des Bestimmungsorts bezahlen müssen, bevor Ihr Produkt an Kunden bei Amazon.com.mx verkauft werden kann.
  2. Versand durch Amazon (FBA): Wenn Sie Lagerbestand für die Lagerung in einem Amazon-Logistikzentrum in Mexiko einführen, sind Sie der eingetragene Importeur und müssen Zölle, Steuern und Zollabfertigungsgebühren des Bestimmungsorts bezahlen, bevor Ihre Produkte in einem mexikanischen Logistikzentrum gelagert werden können, um an Kunden bei Amazon.com.mx verkauft zu werden. Beachten Sie, dass weder Amazon noch deren Logistikzentren als eingetragener Importeur für Sendungen mit Versand durch Amazon auftreten. Wenn Sie Amazon als eingetragenen Importeur bei Sendungen mit Versand durch Amazon nach Mexiko anbieten oder keinen eingetragenen Importeur angeben, kann dies zum Verlust Ihrer Verkaufsberechtigung führen. Sendungen, die nicht den Richtlinien entsprechen, können zudem abgelehnt und auf Kosten des Absenders zurückgesendet werden.
  3. Fernversand mit Versand durch Amazon: Wenn Sie Produkte in Mexiko über den Fernversand mit Versand durch Amazon verkaufen, wird der Kunde zum eingetragenen Importeur. Amazon zieht vom Kunden die Zölle, Steuern und Zollabfertigungsgebühren des Bestimmungsorts ein und zahlt diese in dessen Namen.

Internationale Normen und Vorschriften für den Versand

„Normas Oficiales Mexicanas“ und „Normas Mexicanas“: Aus der Anwendung technischer Vorschriften oder Normen können sich Handelshemmnisse ergeben. In der Regel sind technische Vorschriften obligatorisch und Behörden legen diese fest, überwachen sie und setzen sie durch. Normen hingegen sind freiwillig und gelten für einen bestimmten Markt, weil die Marktteilnehmer sich zu ihrer Anwendung bereit erklären. In Mexiko gibt es beide Arten technischer Hemmnisse: Die „Normas Oficiales Mexicanas“ (NOM) sind technische Vorschriften. Die „Normas Mexicanas“ (NMX) sind freiwillige Normen, die sich orientativ verstehen. In vielen Ländern ergänzen sich technische Vorschriften und Normen gegenseitig. In Mexiko hingegen sind die technischen Vorschriften wesentlich.

Compliance: Ausländische Unternehmen müssen mexikanische technische Produktvorschriften als Voraussetzung für den Verkauf von Produkten nach Mexiko einhalten. Die NOM-Vorschriften zur Produktsicherheit erfordern, dass mexikanische Importeure dem mexikanischen Zoll zusammen mit allen anderen Einfuhrdokumenten eine NOM-Bescheinigung vorlegen. Diese Bescheinigung bestätigt, dass das Produkt überprüft und als NOM-konform befunden wurde. Ein NOM-pflichtiges Produkt kann nicht nach Mexiko importiert werden, wenn es nicht für die NOM zertifiziert wurde. Die Einfuhr von Warenmustern zur Prüfung in zugelassenen Laboren ist möglich.

Weitere Informationen finden Sie auf der Wirtschaftsseite der mexikanischen Regierung unter den Stichworten „normatividad empresarial“ oder „normas“.

Das MX NOM-Zeichen, ein Produktsicherheitszeichen für Mexiko, ist eine Anforderung für die meisten elektronischen Geräte. Es bestätigt, dass das Produkt die in den NOM-Vorschriften enthaltenen Sicherheitsanforderungen erfüllt. Das MX NOM -Zeichen muss zu Zertifizierungszwecken auf dem Produkt angebracht sein, es sei denn, eine andere Stelle auf der Verpackung ist schriftlich angegeben und gesetzlich zulässig. Den Transporteuren wird dringend empfohlen, sicherzustellen, dass ihre Produkte NOM-konform sind.

Zu den technischen Vorschriften für die Etikettierung gehören:

  • Allgemeine Etikettierung von Konsumgütern (NOM-050-SCFI-1994)
  • Etikettierung von Lebensmitteln und alkoholfreien Getränken (NOM-051-SCFI-1994)
  • Etikettierung von alkoholischen Getränken (NOM-142-SSA1-1995)
  • Etikettierung von Textilien, Bekleidung und Zubehör (NOM-004-SCFI-1994)
  • Etikettierung von Leder und künstlichen lederähnlichen Materialien sowie Schuhen und Produkten aus diesen Materialien (NOM-020-SCFI-1997)
  • Etikettierung von elektrischen und elektronischen Produkten sowie von Haushaltsgeräten (NOM-024-SCFI-1998)
  • Etikettierung von Farben, Lacken und ähnlichen Waren (NOM-003-SSA1-1993)

Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrem Zollagenten oder Rechtsberater. Zudem können Sie sich unter Normas Oficiales Mexicanas oder Servicio de Administracion Tributaria (SAT) informieren.

Übersetzungen gängiger NOMs ins Englische sind gegen eine Gebühr unter Mexlaws.com und von anderen Drittanbietern erhältlich.

Verbotene Produkte

Die Ein- und Ausfuhr bestimmter Fische, Samen, pflanzlicher Produkte, Chemikalien, Reptilienhäute und archäologischer oder historischer Artefakte ist nach mexikanischem Recht verboten. Wir empfehlen Ihnen, sich vor dem Versand von Lagerbestand an Ihren Zollagenten oder Rechtsberater zu wenden, um sich über die eventuell geltenden Einschränkungen zu informieren.

Durchsetzung von Urheber-/Markenrechten

Die Zollverwaltung kann die Freigabe gefälschter Markenprodukte und raubkopierter urheberrechtlich geschützter Waren in den Umlauf aussetzen. Rechtsinhaber können sich bei Verdacht auf die Einfuhr illegaler Güter an die zuständigen mexikanischen Behörden wenden, um dagegen vorzugehen.

Verkäufer müssen Folgendes sicherstellen:


  1. Der Verkäufer ist der Inhaber der Markenrechte.
  2. Der Verkäufer ist berechtigt, die Marke zu verwenden und zu vertreiben.
  3. Die Waren verfügen über keine physische Markenkennzeichnung.
  4. Die Waren verfügen über eine physische Markenkennzeichnung, sind jedoch nicht beim mexikanischen Patentamt (IMPI) registriert.

Verkauf von Produkten als eingetragener Importeur

Wenn Sie Ihren Lagerbestand nach Mexiko importieren, müssen Sie Zölle, Steuern und Zollabfertigungsgebühren des Bestimmungsorts bezahlen, bevor Ihre Produkte an Kunden bei Amazon.com.mx verkauft oder in einem Logistikzentrum in Mexiko gelagert werden können.

Registrierung als Importeur

Die nächsten Schritte des Verkäufers hängen im Allgemeinen davon ab, ob er steuerlich in Mexiko ansässig ist oder nicht.

Ansässige Verkäufer

Verkäufer, die als eingetragener Importeur ihrer eigenen Sendungen auftreten, müssen über eine Steuernummer (Registro Federal de Contribuyentes bzw. „RFC“) verfügen und müssen in der Regel zu Einkommensteuerzwecken in Mexiko ansässig sein. Ansässige Importeure müssen im Importeurregister (Padrón de Importadores) des Amts für Finanzen und öffentliche Kreditinstitute (Hacienda) registriert und aufgeführt sein. Für bestimmte Produkte ist möglicherweise eine zusätzliche Registrierung für den Import erforderlich. Verkäufer sollten sich an einen Zollagenten und/oder Rechtsberater in Mexiko wenden, um die geeignete Lösung für ihr Unternehmen zu finden.

Weitere Informationen, die für Verkäufer in den USA und anderen Rechtssystemen hilfreich sein können, finden Sie auf der Seite Doing business in Mexico des US-Handelsministeriums.

Nicht ansässige Verkäufer

Die meisten nicht ansässigen Verkäufer haben drei Möglichkeiten, um Waren nach Mexiko zu importieren: (i) Angabe des Endkunden (falls zutreffend) als eingetragener Importeur, (ii) Beauftragung einer Drittpartei, die zur Einfuhr nach Mexiko berechtigt ist, oder (iii) Gründung eines lokalen mexikanischen Unternehmens und dessen Eintragung bei den mexikanischen Steuerbehörden, um als Importeur zu fungieren. In jedem Fall muss die als Importeur agierende Partei über eine RFC verfügen. Da jede Situation unterschiedlich ist, sollten die Verkäufer sich an einen Zollagenten und/oder einen Rechtsberater, um eine Lösung zu finden, die sich für ihr Unternehmen am besten eignet.

Wie bereits erwähnt, handeln Amazon und deren Logistikzentren nicht als eingetragener Importeur für den Versand von „Versand durch Amazon“-Lagerbestand.

Zollabfertigung

Für die Zollabfertigung muss eine Einfuhrerklärung („pedimento de importación“) eingereicht werden. Diese wird häufig von einem Transporteur oder Zollagenten im Namen des Importeurs eingereicht. Das „pedimento“ enthält in der Regel Informationen zu Steuern und offiziellen Gebühren, wie z. B. Vorabprüfungsgebühren, Zollbearbeitungsgebühren, Ausgleichszölle, Umsatzsteuer sowie Import- und Exportgebühren.

Für die Einreichung des „pedimento“ sind die folgenden Unterlagen erforderlich:

Handelsrechnung: Die Rechnung dokumentiert den Verkauf zum Export in das Importland. Daher ist die Rechnung zur Bestimmung des Transaktionswerts der Waren wesentlich. Mexikanische Zollvorschriften geben detailliert vor, welche Angaben die Rechnung enthalten muss. Ausländische Verkäufer oder Transporteure müssen bei der Rechnungserstellung Vorsicht walten lassen.

Die erforderlichen Angaben variieren. Beispiele:

  • Ausstellungsort der Rechnung
  • Ausstellungsdatum der Rechnung
  • Rechnungsnummer
  • Name des Verkäufers
  • Vollständige Postanschrift des Verkäufers
  • Name des Importeurs
  • Vollständige Postanschrift des Importeurs (kein Postfach)
  • Detaillierte Beschreibung der Waren (einschließlich Güte oder Qualität; Verwendung von Codes vermeiden)
  • Mengen in Gewichts- und Maßangaben
  • Preise pro Einheit
  • Gesamtwert der Rechnung (und Währung dieses Betrags)
  • Herkunftsland
  • Handelsbedingungen (z. B. CIF oder FOB)
  • Steueridentifikationsnummer des Verkäufers
  • Identifikationsnummern (z. B. Serien-, Teile- und Modellnummern) jeder Ware oder Verpackung

Wir empfehlen Ihnen, über Ihren Zollagenten oder Rechtsberater in Erfahrung zu bringen, welche Informationen Ihren Produkten beigefügt werden müssen.

Die Rechnung wird gemäß den mexikanischen Gesetzen und Verordnungen in spanischer, englischer und französischer Sprache akzeptiert. Rechnungen in einer anderen Sprache müssen innerhalb derselben Rechnung oder in einem angehängten Schreiben ins Spanische übersetzt sein.

Transportunterlagen: Der Frachtbrief mit einem Sichtvermerk des Transportunternehmens ist ebenfalls der Zollanmeldung beizufügen. Diese Unterlagen weisen normalerweise das Datum nach, an dem die Waren in das Zollgebiet eingeführt wurden.

Zertifikate, Lizenzen und Genehmigungen: Wenn Waren Importkontrollen unterliegen, müssen die entsprechenden Zertifikate, Lizenzen und Genehmigungen den Unterlagen beigefügt werden.

Abhängig von den Umständen sind möglicherweise zusätzliche Unterlagen erforderlich. Dazu gehören: Herkunftsnachweise (z. B. bei anfallenden Vorzugs- oder Ausgleichszöllen); Unterlagen, aus denen eine Garantie für die Zahlung zusätzlicher anwendbarer Zölle hervorgeht (für unterbewertete Waren); nichtarifäre Vorschriften und Sicherheitszertifikate/Konformitätsbescheinigungen (falls zutreffend) sowie Seriennummern, Teilenummern, Marken, Modellnummern oder andere Informationen, die zur Identifizierung der Waren benötigt werden können. Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrem Zollagenten oder Rechtsberater.

Alle Sendungen, die nach Mexiko eingeführt werden, müssen über eine Sendungsverfolgungsnummer verfügen.

Zölle und Steuern

Waren, die nach Mexiko importiert werden, müssen mit der korrekten achtstelligen mexikanischen zolltariflichen Einreihungsnummer gekennzeichnet sein. Dadurch werden der Zollsatz bestimmt und ggf. anfallende nichttarifäre Hemmnisse festgelegt.

Informationen zu den Zolltarifen für Mexiko finden Sie auf der Website Sistema Integral de Información de Comercio Exterior (nur in spanischer Sprache) oder wenden Sie sich an Ihren Zollagenten, Transporteur oder Rechtsberater.

Es können zusätzliche Steuern und Aufschläge anfallen, darunter:

  • Umsatzsteuer (IVA): Die Zollbehörden erheben bei der Einfuhr der Waren nach Mexiko eine Umsatzsteuer (USt);
  • Sondersteuer (IEPS): Gilt für die Einfuhr bestimmter Produkte (z. B. alkoholische Getränke) und kann zwischen 25 % und 160 % betragen;
  • Zollabfertigungsgebühr (DTA) und
  • Vorabprüfungsgebühr (prevalidación): Von den mexikanischen Zollbehörden (oder in einigen Fällen von Privatunternehmen, die von den Zollbehörden beauftragt werden) erhobene Gebühr im Zusammenhang mit der Überprüfung der Angaben in „pedimentos“ vor der Einreichung beim Zoll.

Der Preis, der dem Kunden bei der Bezahlung angezeigt wird, muss alle Steuern und Abgaben beinhalten. Der Kunde darf zum Zeitpunkt der Lieferung der Bestellung oder bei der Zollabfertigung keine zusätzlichen Zölle oder Steuern zahlen müssen.

Fernversand mit Versand durch Amazon (Kunde als eingetragener Importeur)

Wenn Sie Produkte in Mexiko über Fernversand mit Versand durch Amazon verkaufen, müssen Sie keine Importgebühren bezahlen, da der Kunde der eingetragene Importeur ist. Amazon versendet Ihre Produkte und zieht beim Kunden die Zölle, Steuern und Zollabfertigungsgebühren des Bestimmungsorts im Namen des Kunden ein.

Flüssigkeiten, Gels, Pulver, Kapseln, Pillen oder andere Produkte, deren Beschaffenheit, Zusammensetzung oder Essenz nicht visuell überprüft werden kann, dürfen nicht über den Fernversand importiert werden.

Amazon stellt Ihnen eine Rechnung über die Marketplace-Site-Gebühr aus, sobald Ihr Produkt verkauft wurde. Sie enthält die 16 % Umsatzsteuer für diesen von Amazon bereitgestellten Service.

Um diese Funktion zu nutzen und personalisierte Hilfe zu erhalten, müssen Sie sich anmelden (Desktop-Browser erforderlich). Anmelden


Erreichen Sie Millionen von Kunden

Verkaufen Sie jetzt bei Amazon


© 1999-2021, Amazon.com, Inc. or its affiliates